Texas Hold’em - Spielverlauf einer Partie

Posted by admin | Texas Hold'em | Donnerstag 19 März 2009 13:55

Auf dieser Seite werden wir Euch den Spielverlauf einer Pokerpartie der Spielvariante Texas Hold’em näher erklären. Texas Hold’em deshalb, da diese Pokervariante die beliebteste unter den Spielvarianten des Poker ist und seit Anbeginn des Pokern im Internet explosionsartig an Beliebtheit gewonnen hat.
Bei der Pokervariante Texas Hold’em werden sogenannte Community Cards verwendet, auch Gemeinschaftskarten genannt. Diese Gemeinschaftskarten Karten werden auf der Tischmitte aufgedeckt und können von jedem Pokerspieler am Tisch genutzt werden.

Zusätzlich zu diesen Gemeinschaftskarten erhält jeder Spieler zwei eigene Karten, auch Pocket Cards oder Hole Cards genannt.
Jeder Pokerspieler muss nun mit seinen zwei Pocket Cards zusammen und den Community Cards die beste Blattkombination aus fünf Karten bilden, um das Spiel für sich zu entscheiden.
Der Spieler, der als Letzter Karten bekommt, ist der „Dealer“ und wird durch den „Dealer-Button“ gekennzeichnet.
Am Ende eines Spiels wandert der Dealer-Button im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler weiter.

Blinds setzen

Derjenige Pokerspieler am Tisch, der als letzter seine Spielkarten verteilt bekommt, nennt man beim Poker Dealer, der durch den Dealer-Button gekennzeichnet wird. Dieser Dealer-Button rotiert am Tisch am Ende eines Spiels jeweils im Uhrzeigersinn zum nachsten Spieler.
Blinds sind Pflichteinsätze beim Spiel, die jeder Spieler in den Pot zahlen muss, falls er am Spiel teilnehmen will. Man unterscheidet bei Texas Hold’em zwischen zwei Blinds, dem Small Blind und dem Big Blind. Diese Blinds werden vor dem Verteilen der Hole Cards (Pocket Cards) festgelegt und gesetzt. Der erste Pokerspieler links vom Dealer zahlt den Small Blind, der nächste zur Linken vom Dealer zahlt den Big Blind. Der Small Blind entspricht genau der Hälfte von Mindesteinsatz und der Big Blind dem vollen Mindeseinsatz, also dem Doppelten vom Small Blind.

Der Pre Flop – Die erste Runde

In der ersten Runde werden die Blinds gesetzt und der Dealer teilt die Karten im Uhrzeigersinn aus. Jeder Spieler erhält zwei Karten, die Pocket Cards oder Hole Cards.
Nun muss jeder Pokerspieler am Spieltisch für sich entscheiden, ob er setzt (bet), um weiterzuspielen oder passt (fold) und aus dem Spiel sich enthält. Derjenige Spieler, dessen Position nach dem Big Blind ist, beginnt. Im Pre Flop – Erste Setzrunde hat jeder Spieler folgende Möglichekeiten zu spielen:

Setzen (Bet) - Mitgehen (Call) - Erhöhen (Raise) - Passen (Fold)

Das Checken ist im Pre Flop noch nicht möglich.

Jeder Pokerspieler muss exakt denselben Geldbetrag in den Pot einzahlen um zu spielen. Erhöht ein Spieler seinen Einsatz, da er entweder eine schlechte Hand besitzt und bluffen will oder aber eine sehr gute Hand hat und letztendlich mehr Geld im Pot sehen will, so müssen alle Spieler, die weiterhin am Spiel teilhaben wollen entweder mitgehen (callen), nochmals erhöhen (reraisen) oder passen (folden) und aus dem Spiel sein.

Hier noch einmal eine Übersicht zu den Spielmöglichkeiten einer Pokerrunde.

Setzen (Bet): Man zahlt Geld in den Pot ein, um am Spiel teilzuhaben.

Mitgehen (Call): Erhöht zum Beispiel ein Spieler am Tisch den Einsatz, kann man somit Callen, also Mitgehen, wenn man weiterhin eine Chance mit seiner Hand, den Pot zu gewinnen, sieht.

Passen (Fold): Falls man keine weitere Chance sieht den Pot zu gewinnen, kann man passen (folden) und seine Karten wegwerfen. Somit ist man aus dem Spiel und kann erst der nächsten Runde wieder am Spiel teilnehmen.

Checken: Im Fall, dass noch kein Spieler gesetzt hat, besteht die Möglichekeit zu checken. Das heißt, dass man nichts in den Pot setzt und an den nächsten Spieler weitergibt. Eine gute Taktik, um die Mitspieler denken zu lassen, man hätte eine schlechte Hand und müsse nochmals nachdenken. Frühzeitiges und schnelles checken betont diesen Eindruck bei seinen Mitspieler um so mehr. Weitere Strategien und Taktiken beim Pokern, lese dir folgenen Artikel zu Poker Strategien durch.

Erhöhen (Raise): Den Einsatz des Pots erhöhen.

Nochmals erhöhen (Reraise): Falls jemand den Einsatz erhöht hat, kann man zunächst callen und den Einsatz wiederrum um einen bestimmten Betrag erhöhen.

Der Flop – Die zweite Setzrunde

Die ersten drei Gemeinschaftskarten werden vom Dealer auf den Tisch gelegt. Diese ersten drei Community Cards nennt man Flop. Somit hat jeder Spieler nun zusammen mit den Gemeinschaftskarten und seinen eigenen Pocket Karten fünf Karten. Die Community Cards kann jeder mit seinen zwei verdeckten Karten verwenden um die eigene Hand zu kombinieren.
Noch am Spiel aktive Spieler beginnen die zweite Setzrunde, wobei der Spieler links vom Dealer beginnt.
Nun sind wieder die oben genannten Spielmöglichkeiten angängig, inklusive dem Checken. Also sind nun folgende Spielzüge denkbar: Checken, Setzen (Bet), Erhöhen (Raise), Mitgehen (Call) oder Passen (Fold).
Nochmals müssen nun alle noch aktiven Spieler am Tisch denselben Einsatz in den Pot zahlen um im Spiel weitherhin aktiv zu sein oder aus dem Spiel aussteigen, indem sie folden, also passen.

Der Turn – Die dritte Setzrunde

Nun ist es wieder soweit. Eine weitere Gemeinschaftskarte wird auf den Tisch gelegt.
Die vierte Karte, der Turn.
Nun stehen allen beteiligten Pokerspielern sechs Karten zur Verfügung. Weiterhin gelten alle genannten Spielmeoglichkeiten.

Der River - Die vierte und letzte Setzrunde

Die fünfte und somit die letzte Community Karte wird am Tisch plaziert – der River. Es befinden sich nun insgesamt sieben Karten für jeden Spieler in der Pokerpartie.

Der Showdown – Die Entscheidung

Jeder aktive Spieler kann jetzt aus seinen zwei Hole Cards (Pocket Cards) und den sieben Gemeinschaftskarten fünf Karten so kombinieren, dass er die bestmögliche Kartenkombination aus den fünf Karten bildet.
Es ist dazu noch nicht einmal notwendig, seine zwei Poket Cards für die Kartenkombination aus fünf Karten zu verwenden. Es ist durchaus erlaubt auch aus den Gemeinschaftskarten die fünf Karten zu kombinieren, falls diese für einen selbst die bestmögliche Hand bieten.

Das Spiel naht sich mit dem Showdown seinem Ende zu.
Derjenige Spieler am Tisch, der die höchste und somit die beste Hand besitzt, gewinnt die Partie und die Geldsumme im Pot. Sollten mehrere dieselbe Hand haben, so wirdder Pot geteilt.
Alle anderen Spieler, dessen Hand schlechter als das gewonnene Kartenblatt-Kombination ist, sind nicht verpflichtet ihre Karten offen den anderen Spielern zu zeigen. Wenn der Sieger feststeht entscheidet jeder für sich selbst, ob er seine Karten zeigt oder nicht.


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1 Kommentar »

  1. Comment von tightPokern — 2009/03/20 @ 23:53

    Eine wirklich sehr gelungene ausführliche Beschreibung einer Partie Texas Holdem Poker ;) Hat sogar mein Pokerwissen erweitert, aber eher die anderen Informationen hier im Pokerportal :)

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